Checkliste Lesestörung F81.0
Bei einer Lesestörung zeigen sich häufig bereits in der 1. Schulstufe erste Auffälligkeiten. Deutlich sichtbar werden die Schwierigkeiten bei vielen Kindern jedoch erst im Laufe der 2. Schulstufe, wenn das Lesen komplexer wird. Manche Kinder schaffen es zunächst, ihre Schwierigkeiten durch Auswendiglernen einzelner Wörter zu kompensieren. Spätestens gegen Ende der Volksschulzeit, wenn das Textverständnis zunehmend in den Vordergrund rückt, stoßen diese Strategien an ihre Grenzen. In diesem Zusammenhang wird häufig eine Lese-Rechtschreibstörung (LRS) diagnostiziert.
Wann ist eine diagnostische Abklärung sinnvoll?
Wenn mehrere der folgenden Beobachtungen auf Ihr Kind zutreffen, ist eine fachliche diagnostische Abklärung empfehlenswert:
Wenn mehrere der folgenden Beobachtungen auf Ihr Kind zutreffen, ist eine fachliche diagnostische Abklärung empfehlenswert:
- Schwierigkeiten, beim Vorlesen „ins Lesen hineinzukommen“
- Sehr langsames, stockendes Lesen oder häufiges Verlieren der Zeile
- Auslassen, Vertauschen, Ersetzen oder Hinzufügen von Buchstaben und Wörtern
- Dasselbe Wort wird immer wieder unterschiedlich gelesen
- Wörter werden erraten, unbekannte Wörter kaum erlesen
- Häufiges Zurückspringen im Text oder erneutes Beginnen einer Zeile
- Das Lesen wirkt wenig flüssig oder automatisiert
- Schnelle Ermüdung, Konzentrationsverlust oder Vermeidung von Leseaufgaben
- Unsicherheit beim Lesen vor anderen
- Geringes Textverständnis, Inhalte können kaum wiedergegeben werden
- Schwierigkeiten, Zusammenhänge im Text zu erkennen
- Aufgabenstellungen werden trotz altersgerechter Sprache missverstanden
- Deutliche Diskrepanz zwischen mündlicher Ausdrucksfähigkeit und Leseleistung
- Stark schwankende Leseleistungen je nach Text oder Tagesform
Nicht jedes einzelne Anzeichen weist automatisch auf eine Lesestörung hin. Häufen sich jedoch mehrere dieser Beobachtungen, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll und hilfreich. Frühzeitiges Erkennen kann viel Druck nehmen und gezielte Unterstützung ermöglichen.


Checkliste Rechtschreibstörung F81.1
Bei einer Rechtschreibstörung zeigen sich die Schwierigkeiten meist dann deutlich, wenn Kinder beginnen, Wörter selbstständig zu verschriften. Erste Auffälligkeiten können bereits in der 1. Schulstufe auftreten, werden jedoch häufig erst im Laufe der 2. Schulstufe klar erkennbar, wenn die Anforderungen an die Rechtschreibung steigen. Manche Kinder versuchen, Unsicherheiten durch das Auswendiglernen einzelner Wörter auszugleichen. Mit zunehmendem Umfang schriftlicher Arbeiten reichen diese Strategien jedoch nicht mehr aus. In diesem Zusammenhang wird häufig eine Lese-Rechtschreibstörung (LRS) oder eine isolierte Rechtschreibstörung diagnostiziert.
Wann ist eine diagnostische Abklärung sinnvoll?
Wenn mehrere der folgenden Beobachtungen auf Ihr Kind zutreffen, ist eine fachliche diagnostische Abklärung empfehlenswert:
Wann ist eine diagnostische Abklärung sinnvoll?
Wenn mehrere der folgenden Beobachtungen auf Ihr Kind zutreffen, ist eine fachliche diagnostische Abklärung empfehlenswert:
- Auffallend viele Rechtschreibfehler trotz ausreichender Übung
- Unsichere oder fehlende Anwendung von Rechtschreibregeln
- Dasselbe Wort wird innerhalb eines Textes immer wieder unterschiedlich geschrieben
- Buchstaben, Silben oder ganze Wortteile werden ausgelassen, vertauscht oder hinzugefügt
- Lautgetreues Schreiben bleibt auch über längere Zeit bestehen
- Schwierigkeiten bei der Laut-Buchstaben-Zuordnung
- Wörter können nur schwer abgespeichert und wieder abgerufen werden
- Sehr langsames oder angestrengtes Schreiben
- Vermeidung von Schreibaufgaben oder deutlicher Widerstand
- Auffällige Diskrepanz zwischen mündlichem Ausdruck und schriftlicher Leistung
- Texte sind schwer lesbar oder inhaltlich kaum strukturiert
- Fehler treten unabhängig vom Übungsgrad immer wieder auf
- Stark schwankende Rechtschreibleistungen je nach Situation oder Tagesform
